Gesündere Arbeitsplätze – ein bedeutender Faktor für die Wirtschaft
Rund 150 Mio. Euro jährlich durch weniger Fehltage dank guter Raumluft – allein im Finanz- und Versicherungssektor
Ludwigsburg, 06.02.2026 – Der Winter ist Erkältungszeit. Das ist nicht nur am steigenden Krankenstand zu erkennen, sondern auch an Diskussionen darüber, wie sich krankheitsbedingte Ausfälle wirksam reduzieren lassen. Ein oft unterschätzter Faktor ist die Qualität der Raumluft. Sie beeinflusst nicht nur die Leistungsfähigkeit der Menschen, sondern auch die Häufigkeit von Atemwegserkrankungen. Wer als Arbeitgeber die Investition in eine Raumlufttechnische (RLT-)Anlage scheut, sollte Kosten und Nutzen sorgfältig abwägen. Um den wirtschaftlichen Mehrwert gesunder Raumluft greifbar zu machen, stellt der Fachverband Gebäude-Klima e. V. (FGK) auf der Website lebensmittel-luft.info unter „Gute Luft / Berechnungstools“ ein Online-Tool zur Verfügung, mit dem sich Kosten für eine RLT-Anlage und für potenziell vermeidbare Ausfälle durch Krankheit gegenüberstellen lassen.
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlicht jährlich eine Schätzung der volkswirtschaftlichen Kosten durch Arbeitsunfähigkeit. Eine Analyse dieser Daten im Vergleich zu den Kosten für eine RLT-Anlage zeigt, dass Investitionen in gute Raumluftqualität auch aus wirtschaftlicher Sicht attraktiv sind. Die Veröffentlichung der BAuA „Volkswirtschaftliche Kosten durch Arbeitsunfähigkeit 2024“ schätzt für verschiedene Wirtschaftszweige die Auswirkungen des Krankenstandes auf die Bruttowertschöpfung, beispielsweise für Finanz- und Versicherungsdienstleister. Für diese Berufsgruppe, die im Wesentlichen an Büroarbeitsplätzen tätig ist, wurden 16,5 Krankheitstage pro Jahr ermittelt. Laut BAuA entfallen 22,8 % davon auf Atemwegserkrankungen, das entspricht etwa 3,7 Tagen (Abbildung 2). Mehrere Studien kommen zum Ergebnis, dass ein erheblicher Teil dieser Erkrankungen durch unzureichende Luftqualität begünstigt wird und durch geeignete Lüftungsmaßnahmen vermieden werden könnte. Selbst bei einer vorsichtigen Annahme von 20 % ergibt sich, dass pro Person und Jahr rund 0,75 Krankheitstage vermeidbar sind.
Dem stehen überschaubare Kosten für eine moderne, bedarfsgerechte RLT-Anlage gegenüber: Bei einem Betrachtungszeitraum von 25 Jahren können Kosten von weniger als 140 Euro pro Jahr für einen Arbeitsplatz mit einer Fläche von etwa 12 m² angesetzt werden. Für den gesamten Wirtschaftszweig der Finanz- und Versicherungsdienstleister summiert sich die geschätzte Bruttowertschöpfung durch vermiedene Fehltage auf ca. 150 Millionen Euro im Jahr. Damit stellt sich die Investition in qualitativ hochwertige Raumlufttechnik nicht nur als Maßnahme des Arbeits- und Gesundheitsschutzes dar, sondern zugleich als wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung.
Hintergrund: Vorteile Raumlufttechnischer Anlagen
Die Analyse verdeutlicht, dass RLT-Anlagen aus ökonomischer Perspektive attraktiv sind. Weitere Vorteile:
• RLT-Anlagen können Pollen und Feinstaub aus der Zuluft filtern, bevor diese in den Raum eingebracht werden.
• Durch ausreichenden Luftwechsel senken sie den Gehalt an luftgetragenen Krankheitserregern, Schadstoffen und CO2 in der Raumluft.
• Mit einer Luftbefeuchtung stellen RLT-Anlagen auch im Winter die empfohlene Mindest-Raumluftfeuchte von 40 % sicher und unterstützen so die Schutzfunktion der Schleimhäute gegen Krankheitserreger.
• Im Sommer können RLT-Anlagen auch an heißen und schwülen Tagen für angenehmes Raumklima am Arbeitsplatz sorgen.
• Bedarfsgeregelte Lüftungssysteme mit Energierückgewinnung verringern den Energiebedarf für das Heizen und Kühlen.
Die Investition in eine RLT-Anlage kann also als wirtschaftlicher Beitrag zur Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit der Mitarbeitenden betrachtet werden.

Bildquelle: iStock.com/Ridofranz (links), iStock.com/Wavebreakmedia (rechts)
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